Wirf
zwei Hölzer in das weite und tosende Meer und gebe ihnen auf
den Weg , den Atlantik gemeinsam zu queren. Setze
sie dem Sturm aus, dem Hang der Menschen nach Zerstörung, Mißtrauen
und Ablehung. Und gebe ihnen keine Chance! Gebe ihnen nur auf den
Weg, den Atlantik zu queren.
Tanker kreuzen ihren Weg und ergießen stinkendes Öl und
Reste menschlicher Zivilisation über ihre schon lange nicht
mehr schöne Faser eines einst nach Harz und Wald riechenden
Holzes.
Geschunden, gequollen, von Schnecken zerfressen, übel riechend
und abstoßend treiben sie Dunkel und Leere unter sich wissend
auf dem Furcht einflößenden Ozean. Nach langer Zeit erst
spült eine mächtige Welle sie mit letzter Kraft an einen
warmen und weißen Sandstrand.
Das Öl und der Gestank weichen der mächtigen Kraft gleißender
Sonnenstrahlen und ein warmer und sanfter Regen füllt die geschundenen
Fasern mit Kraft und Energie.
Nicht in alter Schönheit; aber mit der Erkenntnis es geschafft
zu haben und der Austrahlung von Erhabenheit, dem Besonderen und
einer gewissen Deutungsvielfalt finden sie die Beachtung aufmerksamer
und tiefsinniger Spaziergänger und Eingang in eine Sammlung
wertvollen Strandgutes - nebeneinander.
B.P. > mein Herz!
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